19.09.2015 - Protestet gegen den "Marsch für das Leben" in Berlin

19.09.2015 - Protestet gegen den "Marsch für das Leben" in Berlin

Am 19. September 2015 trafen sich gegen 1000 Personen am S-Bahnhof “Anhalter Bahnhof” um gegen den “Marsch für das Leben” zu demonstrieren. Nach diversen Redebeiträgen lief die Demo via Checkpoint-Charlie, Gendarmenmarkt (wo eine weitere pro-feministische Kundgebung stattfand und diverse Redebeiträge gehalten wurden) weiter in Richtung Französische Straße. Dort brach eine Gruppe von gut 200 Menschen aus der Demonstration aus, durchbrach eine Polizeikette und bewegte sich in Richtung Bundestag. Die Polizei kesselte daraufhin einige dieser Demonstranten auf Höhe der Holocaust-Gedenkstätte ein.

Der “Marsch für das Leben” stellte sich gegen 14 Uhr mit laut Polizeiangabet 4500 Menschen zum “Schweigemarsch” auf und ging, begleitet von einem großen Polizeiaufgebot, in Richtung Brandenburger Tor, Unter den Linden los. Lange konnte die Polizei das Zusammenstreffen von Abtreibungsgegnern und den Gegendemonstranten verhindern. Ab der Kreuzung Friedrichsstraße gab es gut hörbaren Protest an der Seite des Marsches. Wenige Meter weiter gab es zwei Sitzblockaden mit jeweils gut 200 Menschen. Die Polizei löste diese nach langem hin und her auf, worauf hin sich eine weitere Sitzblockade nur wenige Meter weiter formierte. Diese wurde dann wieder lange mit Aufforderungen “sich bitte auf den Gehweg zu bewegen” berieselt, bis die Polizei, mittlerweile weiter verstärkt, die Blockade zurückdrängte und der “Marsch für das Leben” mit mehreren Stunden verspätung, unter lauten Rufen und Lärm und einem martialischen Polizeiaufgebot doch noch sein Ende finden.